Samoyeden sind eine mittelgroße nordische Gebrauchshundrasse, die vor langer Zeit im Westen Sibiriens vom Volk der Samojeden gezüchtet wurden; nach diesem Volk wurde die Hunderasse auch später benannt, als Ernest Kilburn-Scott ab 1894 erste Exemplare nach England brachte und mit dem Züchten der ab 1913 offiziell anerkannten Rasse begann.
Der Rassestandard beschreibt das allgemeine Erscheinungsbild eines Samoyeden als ein Tier, das "den Eindruck von Kraft, Ausdauer, Geschmeidigkeit, Würde und Selbstvertrauen gepaart mit Charme vermittelt". Als charakteristisches Merkmal wird das so genannte "Lächeln" des Samoyeden genannt; dieser für Hunde ungewöhnliche Gesichtsausdruck wird erzeugt durch die Kombination der Augenform und -stellung mit den in sanfter Kurve nach oben gerichteten Lefzenwinkeln.
Der Rassestandard beschreibt den Charakter des Samoyeden als "freundlich, aufgeschlossen, munter und lebhaft mit sehr ausgeprägtem Jagdinstinkt" und "sehr gesellig"; Samoyeden sollen keinesfalls scheu oder aggressiv auftreten. Trotz ihrer früheren Nutzung gelten sie heute als ungeeignet in der Funktion als Wachhund.
Samoyeden können sowohl die Begleithunde- als auch die Rettungshundeprüfung ablegen und als Sanitätshunde oder Lawinenhunde eingesetzt werden, sie sind jedoch als Wach- oder Schutzhunde eher ungeeignet, da sie auch fremden Menschen gegenüber freundlich und aufgeschlossen sind.