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Das Haar ist dicht, harsch und gerade, kurz bis mittellang, mit reichlich Unterwolle, die auch benötigt wird. Die Wüste ist eben nicht nur heiß, sondern nachts können die Temperaturen durchaus unter den Gefrierpunkt fallen.
Das Fell ist sandfarben bis rot-braun, weiß, schwarz oder gefleckt, eine Maske kann vorhanden sein, sollte aber symmetrisch sein. Die charakteristischen Farben der Wüste: sandfarben, golden, rot und cremefarben - sind besonders rassetypisch.
Kanaans sind faszinierende Hunde. Sie sind noch so nah am Wildtier, dass ihr Verhalten ganz anders ist als das anderer Hunderassen. Jeder von ihnen ist ein Individuum. Sie sind territorial und besitzergreifend, misstrauisch gegenüber fremden Menschen und fremden Dingen, intelligent und sehr unabhängig. Man kann sie nie zwingen, etwas zu tun. Man muss sie davon überzeugen, dass es vernünftig ist, es zu tun.
Welpen müssen früher als Welpen anderer Rassen sozialisiert und mit unserer städtischen Umwelt vertraut gemacht werden, damit sie die ihnen angeborene Scheu überwinden. Da der Kanaan sehr ortsgebunden ist, streunt er nicht. Er betrachtet den Bereich, in dem er lebt mit all seinem Inhalt inklusive seinem Besitzer, dessen Kindern und anderen Haustieren, als sein Eigentum, das er gegen jeden Eindringling verteidigen muss.
Gegenüber seiner Familie ist er treu und ergeben. Das Verhältnis zu seinem Besitzer bedeutet für ihn Partnerschaft, beide Seiten nehmen und geben. Der Kanaan muss nicht seinem Herrn (oder Frau) überallhin folgen und ihm unterwürfig jeden Wunsch von den Augen ablesen. Es gibt Zeiten, in denen er seine Liebe zeigt und gestreichelt werden möchte. Doch zu anderen Zeiten kümmert er sich um seine eigenen Angelegenheiten und gehört nur sich selbst. Geht man auf seinen Charakter ein, erwächst ein tiefes Verstehen zwischen Mensch und Tier, was umso reizvoller ist, da man sich sein Vertrauen und seine Zuneigung erwerben muss. Diese besondere Bindung macht es schwierig, erwachsene Kanaans in neue Umgebungen zu geben.
Kinder seines Besitzers beschützt er und zeigt eine Menge Toleranz den ganz Kleinen gegenüber. Eltern sollten allerdings darauf achten, dass der Hund die Möglichkeit hat, sich zurückzuziehen.
Kanaans sind gute Wachhunde, aber sie sind von Natur aus keine Angreifer. Erst wenn ein Kanaan den Eindruck hat, dass er oder seine Familie ernsthaft bedroht sind, greift er an. Er bellt zur Warnung, gibt sich ein gefährliches Aussehen, und das reicht meistens schon.
Der Kanaan kann aggressiv auf andere Hunde reagieren, die es wagen, an seinem Eigentum vorbei zu gehen. Aggressionen unter gleichgeschlechtlichen Hunden ist bei Kanaans nicht unüblich. Jeder Kanaan ist da verschieden. Man muss ihn genau beobachten, um zu wissen, welche Zusammenstöße - mit anderen Hunden auf Spaziergängen - man besser meidet.
Um es noch mal zusammenzufassen: Kanaans sind gesunde und anpassungsfähige Hunde, die einen Besitzer brauchen mit einer festen, aber liebevollen Hand. Sie sind gute Familienhunde, leicht auszubilden, aber ebenso leicht zu langweilen durch zu häufig wiederholte Befehle. Sie verlangen nicht viel Bewegung, sind sehr territorial und verteidigen ihren Bereich. Sie sind saubere Hunde mit eher bescheidenen Futter-Ansprüchen und wenig Pflege-Bedürfnissen. Sie sind zwar misstrauisch und scheu gegenüber allem Ungewohnten und jedem Fremden, aber sie lieben ihre Familie und können ihren Besitzern gegenüber sehr zärtlich sein.
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